Blickpunkt

Die «Wasserhouwwa»

Die «Wasserhouwwa» ist ein spezielles Beil mit zwei unterschiedlich geformten Arbeitsseiten.
Die «Wasserhouwwa» ist ein spezielles Beil mit zwei unterschiedlich geformten Arbeitsseiten.

Zum traditionellen Wässern brauchte es nur wenige, einfache Werkzeuge.  Die «Wasserhouwwa» war das wichtigste Werkzeug zum Wässern und für den Unterhalt der Suonen. Mit ihr konnte die Wasserleitung neu ausgehoben, von Erde und Ablagerungen befreit oder ausgebessert werden.

«Die ‹Wasserhouwwa› ist ein tolles Werkzeug. Meine Werkzeuge sind alle mit unserem Hauszeichen gebrandmarkt.»

Martin Schmid, Landwirt im Nebenerwerb

Beim Bewässern der Wiesen wurde mit der Wasserhouwwa der Rand der Suone an der gewünschten Stelle geöffnet, damit das Wasser auf die Parzelle fliessen konnte. Mit Erde und Gras konnte die Öffnung anschliessend wieder verschlossen und das Wasser weitergeleitet werden.

Durch ihre besondere Form eignete sich die Wasserhouwwa sowohl zum Hacken und Graben als auch zum Verschieben von Erde. Sie gehörte damit zu den wichtigsten Werkzeugen bei der traditionellen Bewässerung der Walliser Wiesen.

Die ‹Wasserhouwwa› ist mit dem Hauszeichen gebrandmarkt.
Die ‹Wasserhouwwa› ist mit dem Hauszeichen gebrandmarkt.