Blickpunkt

Alpe Eril

Die Alpe Eril mit ihren steilen Alpweiden zuhinterst im Baltschiedertal.
Die Alpe Eril mit ihren steilen Alpweiden zuhinterst im Baltschiedertal.

Das Gebiet Eril gehört zusammen mit der Honalpa zu den steilsten bewirtschafteten Kulturlandschaften im Wallis. Eril liegt auf rund 1'800 Metern auf der linken Seite des Baltschiedertals und bildet zusammen mit Teila und Rämi eine Geteilenalp. Die Alp wurde von Mitte «Braachot» (Juni) bis etwa zum 22. September bestossen und verfügte über 97 Kuhrechte. Diese gehörten vor allem Familien aus Ausserberg sowie aus Mund, Eggerberg und Baltschieder, die hier im Sommer ihr Vieh sömmerten.

Emma Schmid bring Käse in den Käsekeller auf der Alp Raaft, 1953. (Foto: Vollmar Schmid)
Emma Schmid bring Käse in den Käsekeller auf der Alp Raaft, 1953. (Foto: Vollmar Schmid)

Eril war eine «Stafilalpa»: Die Alphütten und Meematte (Mähwiesen) waren in Privatbesitz, die Weiden gehörten der Geteilschaft und wurden gemeinsam genutzt. Jede «Partii» brachte ihr Vieh nachts im eigenen Stall unter und stellte ihren eigenen Käse her. Tagsüber wurde das Vieh gemeinsam auf den Alpweiden gehütet.

Der Alpstafel bestand aus neun Alphütten, acht Ställen mit Scheunen sowie der Kapelle der heiligen Maria Magdalena. Die Familie von Stefan Pfammatter-Wyer bewirtschaftete Eril bis 1970 und Rämi bis 1987. Heute wird Eril von Privaten als Schaf- und Ziegenalp genutzt.